
Hören Sie auf, Glas zu zerstören: Wie Infrarotstrahlen thermische Schocks verhindern
Wenn Sie schon einmal gesehen haben, wie ein temperiertes Glas mitten im Bearbeitungsprozess zerbricht, kennen Sie dieses beunruhigende Gefühl. Meist liegt das an der Temperaturentwicklung – wenn das Glas zu stark oder zu schnell erhitzt wird, entsteht ein thermischer Schock. Manchmal bricht das Glas sofort, manchmal entstehen unsichtbare Spannungspunkte, die erst zum richtigen Zeitpunkt zum Zerbrechen führen.
Deshalb verwenden wir Kurzwellen-Infrarotleuchten. Sie sind sehr schnell – wirklich unglaublich schnell.
Das Geheimnis für eine sofortige Kontrolle
Um das Glas zu schützen, braucht man ein System, das sofort reagiert, sobald ein Sensor einen Temperaturanstieg feststellt. Die meisten Widerstandsheizungen funktionieren wie alte Züge – sie brauchen ewig, um zu beschleunigen, und noch länger, um abzubremsen. Selbst nachdem die Stromversorgung unterbrochen wurde, bleiben sie weiterhin heiß. Kurzwellen-Infrarotleuchten sind anders: Sie haben fast keine thermische Masse, daher sinkt die Wärmeabgabe nahezu sofort, sobald der Strom abgeschaltet wird.
Wir kombinieren diese Leuchten mit SCR-Stromsteuereinheiten, damit man die Leistung in Echtzeit anpassen kann. So kann man die Temperatur genau auf den gewünschten Wert einstellen – und den Strom sofort wieder abschalten, sobald dieser Wert erreicht ist. Keine Vermutungen, keine Überhitzung.
Die Kompromisse (Denn nichts ist umsonst)
Hocheffiziente Infrarotleuchten liefern zwar die nötige Wärmestärke für eine schnelle Temperierung, doch sie sind nicht einfach mit billigen Verkabelungen zu nutzen. Wenn man Leuchten mit einer Leistung von 2 kW oder mehr verwendet, müssen die Verkabelungen und Kontakte stark genug sein, um den initialen Stromstoß zu bewältigen.
Ein weiterer Tipp: Überschreiten Sie nicht die maximale Leistung der Leuchten. Wenn man sie den ganzen Tag über zu 100 % belastet, führt das dazu, dass die Leuchten kaputtgehen. Wir haben herausgefunden, dass eine optimale Nutzung bei etwa 80 % der maximalen Leistung möglich ist. Dadurch hat man einen Puffer von 20 %, um schnell anzupassen, ohne die Ausrüstung zu beschädigen.
Die richtige Installation in der Werkstatt
Bei der Installation dieser Leuchten in einer Biegemaschine spielt die Position der Leuchten eine entscheidende Rolle. Sind sie zu nah beieinander, entstehen „heiße Punkte“, die das Glas verformen können. Es handelt sich dabei um ein schwieriges Gleichgewicht – näher platzierte Leuchten ermöglichen zwar eine schnellere Bearbeitung, doch es besteht das Risiko von Oberflächenfehlern.
Unser Trick: Wir verwenden eine gestaffelte Anordnung der Leuchten. Dadurch verteilt sich die Wärme gleichmäßig auf das Glas – so entsteht eine saubere Biegung ohne Probleme.